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Kann ich ein Lenksystem auf mehreren Traktoren verwenden?

Viele Betriebe möchten ein Lenksystem nicht nur auf einem Traktor einsetzen. Das kann wirtschaftlich sinnvoll sein, wenn Maschinen saisonal genutzt werden. Ob es im Alltag funktioniert, hängt aber stark vom Systemtyp ab.

Ein mobiles System spart nur dann Geld, wenn der Wechsel schnell, sicher und wiederholbar funktioniert. Wenn jedes Umsetzen zur halben Neuinstallation wird, verliert der Vorteil schnell an Wert.

AG1: besonders einfach wechselbar

Beim AG1 gibt es keinen aktiven Lenkeingriff. Es müssen im Wesentlichen Terminal, GNSS-Empfänger und Stromversorgung genutzt werden. Weil kein Lenkrad getauscht und kein Lenkwinkelsensor montiert wird, ist AG1 besonders interessant für Betriebe, die optische Spurführung flexibel auf mehreren Maschinen einsetzen möchten.

Für Betriebe mit mehreren Schleppern, Selbstfahrern oder wechselnden Maschinen kann AG1 deshalb sehr praktisch sein. Wichtig bleibt trotzdem, für jedes Fahrzeug korrekte Maße und Geräteprofile zu hinterlegen.

AT2 und AT2 Max: wechselbar mit Vorbereitung

AT2 und AT2 Max können grundsätzlich auf mehreren Traktoren genutzt werden, wenn die Fahrzeuge vorbereitet sind. Sinnvoll sind feste Halterungen, passende Kabelsätze und eigene Fahrzeugprofile. Das Motorlenkrad, Terminal und GNSS-Empfänger können dann zwischen Maschinen wechseln.

Wichtig ist: Jeder Traktor benötigt eigene Kalibrierwerte. Dazu gehören Radstand, Antennenposition, Lenkverhalten, Arbeitsgerätedaten und gegebenenfalls Versatzmaße. Einfach umstecken ohne saubere Profilauswahl und Kontrolle führt schnell zu ungenauen Spuren.

AS2: stärker fahrzeugspezifisch

AS2 ist stärker an die konkrete Lenkvorbereitung und Fahrzeuganbindung gebunden. Wenn mehrere steer-ready Traktoren genutzt werden sollen, braucht jede Maschine eine passende Anbindung und Kompatibilitätsprüfung. Dafür bleibt beim AS2 das originale Lenkrad erhalten und die Kabine bleibt aufgeräumt.

Ein AS2-System ist also nicht im gleichen Sinn mobil wie eine einfache optische Führung. Es kann auf mehreren passenden Fahrzeugen geplant werden, aber jede Maschine braucht eine eigene technische Betrachtung.

Praxis im Betrieb

Die Praxiserfahrung beschreibt bei Nachrüstsystemen die Doppelnutzung als Vorteil der einfachen Montage. Sie weist zugleich darauf hin, dass Kalibrierung und Justierung entscheidend sind. Genau das ist der Punkt: Mobilität spart Geld, aber nur, wenn jeder Traktor sauber vorbereitet ist.

Wann lohnt ein zweiter Montagesatz?

Ein zweiter Montagesatz lohnt sich, wenn das System regelmäßig wechselt. Dann bleiben Halterungen, Kabel und fahrzeugspezifische Teile am Traktor. Das spart Zeit, schützt Steckverbindungen und reduziert Fehler beim Umbau.

Bei AT2 und AT2 Max kann ein zweiter Montagesatz besonders sinnvoll sein, wenn zwei Hauptschlepper regelmäßig genutzt werden. Dann wird nicht jedes Mal improvisiert, sondern nur noch definierte Komponenten umgesetzt.

Was muss für jedes Fahrzeug gespeichert werden?

Für jedes Fahrzeug sollten eigene Profile vorhanden sein. Dazu gehören:

Radstand

Spurweite, soweit relevant

Antennenposition

Fahrzeughöhe und Position des GNSS-Empfängers

Lenkverhalten

Kalibrierwerte

Arbeitsgeräte und Arbeitsbreiten

Versatzmaße

Wenn diese Werte nicht stimmen, kann das System zwar eine Linie anzeigen oder fahren, aber das Arbeitsgerät liegt trotzdem nicht sauber auf der gewünschten Spur.

Typische Fehler beim Umsetzen

Ein häufiger Fehler ist, nur das Terminal umzustecken und das falsche Fahrzeugprofil aktiv zu lassen. Ein anderer Fehler ist, Antennenhalter unterschiedlich zu montieren, ohne die Position neu einzumessen. Auch schlecht verlegte Kabel und häufig belastete Steckverbindungen können langfristig Probleme machen.

Deine nächsten Schritte

Lege fest, auf welchen Traktoren das System laufen soll. Für jede Maschine sollten Hersteller, Modell, Baujahr, Einsatzzweck und vorhandene Vorbereitung erfasst werden. Danach lässt sich planen, welche Teile einmalig bleiben und welche Komponenten wirklich umgesetzt werden.

Quellen

Agrovec Produktinformationen und Shop-Beschreibungen zu AG1, AT2, AT2 Max und AS2.

©Agrovec GmbH. Alle Rechte vorbehalten.

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